Bürgermeisterkandidat

Pressemitteilung
von Freie Demokratische Partei (FDP) Voerde
und Wählergemeinschaft Voerde (WGV):

In ihren Wahlversammlungen Anfang der Woche anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen haben die FDP Voerde und die WGV jeweils einstimmig einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten nominiert: Martin Kuster, 46 Jahre alt, Oberstudienrat am Berufskolleg Wesel.

Am 9. März stand bei der Voerder FDP unter anderem die Nominierung eines gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten bei ihrer Versammlung in der Gaststätte Hinnemann auf der Tagesordnung, bei der WGV einen Tag später in der Gaststätte Haus Wessel.

Den Versammlungen voraus gingen einige Sondierungsgespräche zwischen den Vorständen der Ortspartei der Freien Demokraten und der Wählergemeinschaft, ob eine gemeinsame Nominierung eines Bürgermeisterkandidaten sinnvoll ist und gelingen könnte. Schnell stellte sich heraus, dass die Voraussetzungen für dieses in der politischen Geschichte der Stadt einmalige Vorhaben im vollen Umfang erfüllt waren: Zum einen überzeugte Martin Kuster, der sich für eine Kandidatur bereit erklärte, beide Seiten mit persönlichen Kompetenzen, die für die Ausübung des Bürgermeisteramtes förderlich sind. Zum anderen wurden in den Gesprächen viele inhaltliche Schnittmengen in Bezug auf die Voerder Kommunalpolitik ausgemacht, die nun durch einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten repräsentiert werden können:

Mit seiner abgeschlossenen bankkaufmännischen Ausbildung würde Martin Kuster die erforderliche wirtschaftliche Kompetenz für das Amt des Bürgermeisters einbringen, um die seit Jahren nur sehr zaghaft und mutlos betriebene Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung in Voerde voranzutreiben. Denn hier sehen sowohl FDP als auch WGV noch große Baustellen – als Beispiele seien hier die Umgestaltung des Steag-Geländes in hochwertiges Wohn- und Gewerbegebiet, das zur deutlichen Verbesserung der Steuereinnahmen beitragen und zugleich von den Anwohnern akzeptiert werden muss, die Beseitigung von Geschäfteleerständen insbesondere in der Innenstadt und im Stadtteil Friedrichsfeld sowie der zügige Ausbau der Digitalisierung (Beseitigung von Funklöchern, Umsetzung des 5G-Standards) genannt.

Zudem muss nach Überzeugung von WGV und FDP die chaotische Bildungspolitik der vergangenen Jahre und Jahrzehnte ein Ende finden: „Voerde kann es sich nicht leisten, eine zweite Gesamtschule nochmals vor die Wand zu fahren“, betont Bernd Benninghoff, frisch gekürter Spitzenkandidat der Voerder FDP. Um den dauerhaften Erfolg der Gesamtschule zu gewährleisten, sei eine moderne Ausstattung der Schule, Forderungen an das Land nach ausreichender personeller Besetzung sowie der Ausbau der Kooperation mit dem Voerder Gymnasium dringend notwendig. Bernd Benninghoff und Christian Garden, der für die anstehende Kommunalwahl von der WGV zum Spitzenkandidaten gewählt wurde, sind davon überzeugt, dass Martin Kuster als langjähriger Lehrer am Berufskolleg Wesel, der größten Bündelschule im Kreisgebiet, entsprechende Berufserfahrungen besitzt, um sich als Bürgermeister den Herausforderungen einer zukunftsorientierten Bildungspolitik zu stellen.
„Ein dringendes Thema, das in den kommenden Jahren in Voerde auf der Agenda stehen muss, ist eine deutliche Verbesserung des Mobilitäts- und ÖPNV-Angebots, insbesondere in den einwohnerstarken Stadtteilen Spellen und Möllen“, betont Christian Garden. Eine konsequente Umsetzung des vom Kreis Wesel in Zusammenarbeit mit allen Kommunen entwickelten Mobilitätskonzeptes, das von der Mehrheitskooperation von CDU, Grüne, FDP/VWG im Kreistag initiiert wurde und in den kommenden Monaten verabschiedet werden soll, sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Martin Kuster, langjähriges Kreistagsmitglied, ist als Mitglied der Lenkungsgruppe „Erstellung eines Mobilitätskonzepts“ aktiv an dessen Entwicklung beteiligt und könnte als Bürgermeister das dadurch erworbene Fachwissen bei der Verbesserung des Mobilitätsangebots im Voerder Stadtgebiet mit einbringen.

FDP und WGV kritisieren zudem, dass das Potential der Vielfalt politischer Meinungen beispielsweise im Stadtrat vom amtierenden Bürgermeister zu wenig genutzt wurde, indem er sich auf knappe Mehrheitsbeschaffungen durch Rot-Grün konzentrierte. Auch hoffen beide in Bezug auf Verwaltungshandeln künftig auf mehr Transparenz für alle im Voerder Stadtrat vertretenen demokratischen Fraktionen. „Ich denke, dass mir die Fähigkeit, Transparenz zu schaffen sowie Meinungsvielfalt zu nutzen und zu bündeln, im Blut liegt“, ist Martin Kuster überzeugt. Dadurch sei es ihm gelungen, in seiner 16jährigen Amtszeit im Kreistag die manchmal unterschiedlichen Positionen und Interessen der eigenständigen Wählergemeinschaften im Kreisgebiet „unter einen Hut zu kriegen“. Außerdem habe die Fraktion aus FDP und VWG zusammen mit dem Kreistagsbündnis in den vergangenen sechs Jahren bewiesen, dass auch mit vier verschiedenen politischen Gruppen erfolgreiche Kommunalpolitik möglich ist. „Der niedrigste Kreisumlagesatz seit vielen Jahren durch eine nachhaltige Finanzpolitik ist ein klarer Beweis dafür. Und ich wage zu behaupten, dass auch ich einen kleinen Anteil dazu beitragen konnte“, so Kuster.

Auch weitere gemeinsame Anliegen von WGV und FDP möchte Martin Kuster voranbringen, zum Beispiel den Ausbau des E-Governments in der Stadtverwaltung, einen zügigen Ausbau der bestehenden B8-Trasse unter Einbindung der Hans-Richter-Straße als Umgehung sowie flexiblere und bedarfsorientierte Kindertagesbetreuung in Voerde.

„Die einstimmigen Nominierungen durch die Mitglieder von FDP und WGV zum Bürgermeisterkandidaten sind eine tolle Motivation für den anstehenden Wahlkampf. Nach meiner Überzeugung werden es die Voerder Bürgerinnen und Bürger wertschätzen, dass neben den klassischen Kandidaten der beiden großen Parteien und dem Kandidaten einer Partei, die Kommunalpolitik als Lachnummer ansieht, nun ein weiterer Bürgermeisterkandidat zur Auswahl steht – zumal ich mit der gemeinsamen Unterstützung durch WGV und FDP eine zwar kleine, aber durchaus reelle Chance sehe, mich bei der Bewerbung um das Bürgermeisteramt zu behaupten. Ich hoffe auf einen sachorientierten und fairen Kandidatenwettbewerb um die besten Ideen für Voerde“.