In den USA, in den Niederlanden und in Ungarn haben nun die Wählerinnen und Wähler nach einigen Jahren Regierung durch Populisten festgestellt, dass extremistischen Populismus wählen keine so gute Idee ist, weil er zu Spaltung, Demokratieabbau, Demontage eines Rechtsstaates, Hass, soziale Ungerechtigkeit, Diskriminierung und Chaos führt. Muss Deutschland auch erst wieder unter einer extremistischen Regierung leiden bevor die AfD-Wählenden merken, dass die selbsternannte Alternative für Deutschland eine denkbar schlechte Alternative ist? Reichen den deutschen Wählerinnen und Wählern wirklich nicht die geschichtlichen Überlieferungen über die Erfahrungen unseres Landes mit rassistischem Nationalismus aus, sondern müssen diese unbedingt selbst erleben? Vielleicht sind ja AfD-Sympathisanten doch lernfähig angesichts der gegenwärtigen Erfahrungen mit populistischen Regierungen im Ausland – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…
Hier Auszüge aus einem Kommentar von Carsten Volkery auf www.handelsblatt.com vom 12.04.2026 über die Abwahl Viktor Orbans in Ungarn:
> Der Wahlsonntag in Ungarn war ein guter Tag für die liberale Demokratie in Europa. Peter Magyar hat etwas geschafft, was vor zwei Jahren noch undenkbar war. Er hat den Autokraten Viktor Orban, der sich mit allen fairen und unfairen Mitteln an die Macht klammerte, entthront. Nach 16 Jahren Misswirtschaft haben die Ungarinnen und Ungarn mit einer überwältigenden Mehrheit gesagt: Es reicht. (…)
Blamiert ist auch US-Präsident Donald Trump, der eindringlich zur Wahl des Verlierers aufrief und sogar seinen Vize nach Budapest entsandte. Es ist ein schlechtes Omen für Trumps rechtsnationales Maga-Lager – und eine Warnung an Europas Rechte von Alice Weidel bis Geert Wilders. Sie verlieren mit Orban ihre Galionsfigur und das Narrativ vom unumkehrbaren Trend nach rechts. (…)
Es ist zu hoffen, dass Magyars politisches Kapital ausreicht, um den Rechtsstaat wiederherzustellen. Eine handlungsunfähige Regierung kann sich Ungarn nicht leisten. Politischer Stillstand würde zu Verdruss in der Bevölkerung führen und möglicherweise die Fidesz früher als erwartet zurück an die Macht spülen. <<
Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen:
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/ungarn-die-wahl-ist-eine-warnung-an-europas-rechte-von-weidel-bis-wilders/100214999.html